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Prof. em. Dr. Hans-Günter Rolff

Prof. em. Dr. Hans-Günter Rolff Foto von Prof. em. Dr. Hans-Günter Rolff

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Institut für Schulentwicklungsforschung
Campus Nord
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Curriculum Vitae

Curriculum Vitae

Stand 18.03.2020

 

Prof. Dr. Hans-Günter Rolff ist emeritierter Professor am "Institut für Schulentwicklungsforschung" der TU Dortmund.

Rolff wurde 1939 in Hannover geboren. Er machte 1959 in Hildesheim am Scharnhorst-Gymnasium Abitur, absolvierte ein Jahr Wehrpflicht in Hannover und begann 1960 ein Studium an der Freien Universität- Berlin, bestand dort 1965 die Diplomprüfung in Soziologie und promovierte 1969 an der „Wirtschafts-und Sozialwissenschaftlichen Fakultät“ in Soziologie mit den Nebenfächern Erziehungs- und Wirtschaftswissenschaften.

Er war an der FU mehrere Jahre Konventsmitglied, Redakteur bei den Studentenzeitungen „FU-Spiegel“ und „stud.rer.pol“ sowie Vertreter der Studenten beim Bildungspolitischen Ausschuss des Sozialdemokratischen Hochschulbundes Berlin sowie der SPD auf Bundesebene.

Beruflicher Werdegang

Rolff begann seine berufliche Laufbahn 1965 im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. 1966 siedelte er in das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut des DGB nach Düsseldorf über, wo er als bildungspolitischer Mitarbeiter des DGB- Bundesvorsitzenden arbeitete. 1968 wurde er  Persönlicher Referent des Senators Carl-Heinz Evers und dann  Leiter der Unterabteilung „Planung“ des Berliner „Senator für Schulwesen“ sowie Mitglied des Experimentalausschusses des Deutschen Bildungsrates. Er übte seit 1968 einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Berlin-Lankwitz aus. Er hat die Erstellung der Berliner Schulentwicklungsplanes geleitet, des vermutlich ersten im der Bundesrepublik. Später hat er Schulentwicklungspläne für Dortmund, Essen, Düsseldorf, Leipzig, Frankfurt, die Kreise Lüdenscheid, Borken und Olpe und andere erstellt. 1970 hat ihn die PH-Ruhr, Abt. Dortmund, heute Teil der TU-Dortmund, als Professor für Schulpädagogik und Bildungsplanung  berufen. Er war dort zweimal Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Abteilung bzw. Fakultät und mehrere Jahre Mitglied des Akademischen Senats.

Wissenschaftlicher Werdegang

Rolff begann als Sozialisationsforscher. Er hat 1967 mit dem Buch "Sozialisation und Auslese durch die Schule" den Sozialisationsbegriff in die deutsche Erziehungswissenschaft eingeführt. 1973 gründete er die „Arbeitsstelle für Schulentwicklungsforschung“, später in "Institut für Schulentwicklungsforschung" erweitert und umbenannt. Seit Mitte der achtziger Jahre  beschäftigt er sich hauptsächlich mit Schulentwicklung und Schulentwicklungsforschung. Er veröffentlichte 1990 mit Per Dalin dazu das erste einschlägige Buch im deutschen Sprachraum ("Institutionelles Schulentwicklungs-Programm"). Er hat 1980 als erster in Deutschland ein Schul-Barometer realisiert und publiziert.

Rolff ist Mitbegründer der Zeitschrift "Schulmanagement" (1970), der "Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie" (1978) sowie des "Journal Schulentwicklung" (1998).

Er war 1975/76 Visiting-Professor an der Stanford-University sowie in den achtziger und neunziger Jahren Gastprofessor in Wien, Klagenfurt und Zürich sowie Vertretungsprofessor in Graz. Rolff ist Consultant Professor an der Shanghai Normal University.

Forschungsprojekte und Publikationen

Forschungsprojekte und Publikationen u.a. zu Sozialisation, Bildungschancen, Kindheit im Wandel, Schulentwicklung, Schulforschung, Schulleitung, Neue Technologien, Neue Medien und Lernen sowie Organisationsentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Schulautonomie, Schulprogramme und Schulentwicklungsberatung. Texte von Rolff sind in neun Sprachen übersetzt, in die chinesische, dänische, englische, italienische, lettische, niederländische, norwegische, spanische und ungarische.

Rolff war ab 1988 Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dort stellvertretender Ausschussvorsitzender sowie Sprecher der "Sektion Erziehungssoziologie" der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und Gründungsvorsitzender der "Kommission Bildungsorganisation, -planung und -recht" der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, die er zusammen mit Peter Zedler gegründet hat.. Er war Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung (Studienstiftung).

BERATUNGEN, EVALUATIONEN UND WEITERBILDUNG

Rolff gehörte dem Experimentalausschuss des "Deutschen Bildungsrats" an sowie dem Beirat "Zukunft der Schule" des Ministerpräsidenten des Landes NRW, des Bildungsrats Niedersachsen sowie des Conseill scientifique von Luxemburg.

Er arbeitet seit Jahren in der Lehrer-, Schulleiter- und Schulaufsichtsfortbildung. Er hat den ersten deutschen Schulentwicklungspreis für die Schulen NRWs 1999 initiiert und im März 2000  vergeben. Er war Pate bei zwei Hauptpreisträgern des Deutschen Schulpreises (2006 beim ersten Deutschen Schulpreis, einer Grundschule in Dortmund, und 2017 einer Berufsbildenden Schule in Hameln) und außerdem eines Zweitpreisträgers des Deutschen Schulpreises (eines Gymnasiums in Paderborn).

Er begleitete Einzelschulen im In- und Ausland bei Projekten der Schulentwicklung sowie Schulbehörden auf dem Weg der Organisationsentwicklung. Er bildete Schulentwicklungsbegleiter aus in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und der Schweiz.

Er hat Entwicklungsprozesse von Schulen aller Schulformen begleitet, u.a. das Oberstufenkolleg Bielefeld bei dessen Umstrukturierung. Rolff gründete 2005 die "Dortmunder Akademie für Pädagogische Führungskräfte", heute "Deutsche Akademie für Pädagogische Führungskräfte (DAPF)".

Rolff war 20 Jahre Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung.

Evaluation und Qualitätsmanagement

Rolff hat das Grundmodell "Pädagogischen Qualitätsmanagements" (PQM) entwickelt und bei der Einführung in die "Deutschen Auslandsschulen" begleitet und evaluiert.

Rolff führte die Evaluation von INIS (International Network of Innovative Schools), der "niedersächsischen Qualitätsnetzwerke" und (zusammen mit Johannes Bastian) des Modellvorhabens "Schule und Co" in NRW durch. Er erarbeitete eine Metaevaluation des Zürcher QUIMS-Netzwerkes ("Qualität in multikulturellen Schulen") und war Co-Leiter der wissenschaftlichen Begleitung des Modellvorhabens "Selbstständige Schule" in NRW, an dem sich 268 Schulen beteiligen. Er erstellte detaillierte Expertisen bzw. Meta-Evaluationen zur Bildungsentwicklung in der StädteRegion Aachen und zu den "Regionalen Bildungs-Netzwerken" in NRW.

LEITUNGSTÄTIGKEITEN

Rolff war Leiter der Unterabteilung „Planung“ des Berliner „Senator für Schule“.

Er hat das IFS 1973 gegründet und  bis 2005 geleitet.

Er war zweimal Dekan der Abteilung, später Fakultät für Erziehungswissenschaft, der TU-Dortmund.

Er ist Mitbegründer und langjähriger Leiter des Netzwerkes "Schulentwicklung" (früher "Organisationsentwicklung von Schulen") mit deutschen, österreichischen und schweizerischen TeilnehmerInnen.

Von 2005 bis 2012 war Rolff der wissenschaftliche Leiter der "Deutschen Akademie für pädagogische Führungskräfte" (DAPF).  Er ist wissenschaftlicher Leiter des Masterstudienganges "Schulmanagement" der TU-Kaiserslautern.

Rolff war von 2001 bis 2012 Vorsitzender der Dortmunder Bildungskommission.

HERAUSGEBERTÄTIGKEITEN

Rolff ist Begründer des "Jahrbuchs für Schulentwicklung" (1980 ff.). Er war 1980 Mitbegründer und ist bis heute Beiratsmitglied der „Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation“, von 1970 bis 2020 Mitherausgeber und Mitbegründer  Zeitschrift "Schulmanagement" , von 1995 bis 2011 Mitbegründer und Mitherausgeber der Loseblattsammlung "Schulleitung und Schulentwicklung" und von 1995 bis 2019 Mitbegründer und Mitherausgeber der Zeitschrift "Journal Schulentwicklung".  

Er ist Mitglied der Beiräte der Zeitschrift "Die Deutschen Schule" sowie der Zeitschrift der Zeitschrift "Gemeinsam Lernen".

Kongresse

Rolff hat etliche Kongresse initiiert und gestaltet z.B. zu den Themen Neue Medien und Lernen (1985), Kindheit im Wandel (1988) und mehrfach Schulentwicklung und Schulleitung.

Festschriften

Zum 60sten Geburtstag:

Frommelt, Bernd/ Klemm, Klaus/ Tillmann, Klaus-Jürgen (Hrsg.): Schule am Ausgang des 20. Jahrhunderts. Weinheim (Juventa) 2000

Zum 70sten Geburtstag :

Berkemeyer, Nils/ Bonsen, Martin/ Harazd, Bea (Hrsg.): Perspektiven der Schulentwicklungsforschung. Weinheim (Beltz) 2009

Widmungen

Huber, Stephan Gerhard (Hrsg.): Jahrbuch Schulleitung 2014.  Köln (Carl Link) 2014

Berkemeyer, Nils/ Bos, Wilfried/ Hermstein, Björn (Hrsg.): Schulreform: Zugänge, Gegenstände, Trends. Weinheim (Beltz) 2019

AUSZEICHNUNGEN

Rolff hat 2011 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten.

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