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AG Becker

„Empirische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt individuelle Entwicklungsverläufe und schulische Rahmenbedingungen“

Menschliche Entwicklung über die Lebensspanne hängt sowohl von individuellen Merkmalen als auch von Umweltfaktoren ab. Die relative Wichtigkeit dieser Merkmale unterscheidet sich in verschiedenen Lebensphasen und in unterschiedlichen Gebieten menschlicher Entwicklung. Während beispielsweise Eltern für ihre Kinder in vielerlei Hinsicht eine dominierende Rolle während der frühen Kindheit bis zur frühen Jugend spielen, gewinnen während der Pubertät andere Kontexte zunehmend an Bedeutung (Köller, Baumert, & Schnabel, 2003). Insbesondere hinsichtlich schulischen Lernens und—auf einer generelleren Ebene—der kognitiven Entwicklung spielt während der Kindheit und Jugend die Institution Schule eine wichtige, wahrscheinlich sogar die wichtigste Rolle. Zudem haben Schulen einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung von selbstbezogenen Kognitionen, Interessen und anderen psychosozialen Eigenschaften. Vor allem in der life-span Forschung wurde herausgearbeitet, wie individuelle und soziale Charakteristika (z. B. schulische Kompetenzen und Abschlusszertifikate, Geschlecht, sozioökonomischer Status) mit institutionellen Faktoren interagieren und dies historisch differenziell den Bildungs- und Lebensverlauf prägt (z. B. Mayer, 2009).

Hier setzen die Forschungsvorhaben meiner Arbeitsgruppe an, die sich im Kern um die Bedeutung differenzieller Kontextbedingungen, vor allem schulischer Lernumwelten für individuelle Bildungs- und Lebensverläufe gruppieren. Drei Themenbereiche stehen hierbei im Fokus:

  • a) Effekte institutioneller Rahmenbedingungen und Makrostrukturen auf die kognitive und psychosoziale Entwicklung in der Primar- und Sekundarstufe;
  • b) Effekte individueller Faktoren, institutioneller Rahmenbedingungen und deren Wechselspiel auf die Entwicklung über die Lebensspanne;
  • c) Veränderung und Reformen von Strukturen des Bildungssystems und deren Konsequenzen. 

Wir bearbeiten diese Themen mit unterschiedlichen Akzenten und Herangehensweisen, aber in der Regel im Rahmen von large-scale Längsschnitt-Studien. Besonders zentral für die Arbeit in meiner Arbeitsgruppe sind die BERLIN- und BIJU-Studie, in denen Schüler*innen seit mehreren Jahrzehnten auf ihrem Weg durch das Schulsystem, in die nachschulische Ausbildung und in das spätere Berufs- und Erwachsenenleben begleitet werden.



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